Werde Drama in deinem Leben ein für alle Mal los

Drama entsteht durch Beziehungsdynamik. David Emerald hat in “The Power of TED (The Empowerment Dynamic)” eine wunderbare Methode entwickelt um diese Dynamik zu verstehen und zu ändern.

Das Drama-Dreieck

Laut David Emerald ist das der Ausgangspunkt für die meisten von uns. Das ist die Standarddynamik, nach der ein Großteil der Gesellschaft lebt. So sind wir über viele Jahrhunderte geprägt worden. In diesem Weltbild nehmen wir uns selbst als Opfer unserer Umstände wahr. Andere Menschen oder Situationen ordnen wir als Täter ein dem wir ausgeliefert sind, oder als Retter, dem wir ausgeliefert sind. Das kann auch schnell wechseln, wenn der Retter nicht mehr unsere Probleme löst. Die Rollen müssen nicht unbedingt von Menschen ausgefüllt sein, der Täter kann zum Beispiel auch das schlechte Wetter sein, oder die Politik.

Der Fokus liegt in dieser Orientierung auf dem, was man NICHT will. Das Ziel, das man verfolgt, ist Probleme loszuwerden oder davon wegzukommen. Man will die Anspannung reduzieren. Die Ergebnisse die dabei herauskommen sind temporär und reaktiv.

Das Creator-Dreieck

Das ist das Modell, das David Emerald entgegenhält. Kern ist darin, dass wir uns handlungsfähiger, gestaltender Mensch wahrnehmen. Die große Veränderung passiert, wenn wir uns nicht mehr auf Probleme konzentrieren, sondern darauf, was wir WOLLEN. Das Ziel ist es dann, die Vision, die man sich vorstellt umzusetzen. Über die Zeit hinweg produziert das zufriedenstellende und nachhaltige Ergebnisse. Mit jedem kleinen Schritt, den man aus der Haltung des Gestalters geht, kommt man seinen Herzenswünschen näher, oder man wird sich über sie klarer.

Gestalten ist herausfordernd

In der Haltung des Gestalters zu leben ist herausfordernder als in der Opferhaltung zu verharren. Denn in der Opferhaltung muss man keine bewussten Entscheidungen treffen. In der Haltung des Gestalters dagegen ständig. In der Opferhaltung versucht man die Anspannung zu reduzieren. In der Haltung des Gestalters versucht man dagegen gezielt eine bestimmte Art von Spannung zu erzeugen.

Kreative Spannung motiviert

Man muss sich erlauben, groß zu träumen, sich beim Erträumen der eigenen Vision nicht von der bisherigen Realität einschränken zu lassen. Und dann muss man ehrlich und klar darüber sein, wo man gerade im Moment steht. Das erzeugt Spannung. Spannung will immer aufgelöst werden.

Spannung auflösen

Der einfache Weg: Das Ziel loslassen. Die eigene Vision kleiner zu machen oder aufzugeben. Man kann sich davon überzeugen, dass die eigenen Wünsche unrealistisch oder unmöglich sind. Das man es nicht wert ist. Man kann versuchen einen Kompromiss zu machen, der weniger ist, als was das Herz wirklich will. Das Problem ist, dass man seine Seele nicht in so einen Kompromiss investieren kann. Das funktioniert nicht. Da verliert man die Energie.

Spannung nutzen

Der schwierigere Weg: Der gewünschten Realität entgegengehen. Sie nicht loszulassen, sondern sich zu fragen, wie man da am nächsten herankommen kann. Und das braucht unbedingt einen ganz klaren Blick auf die aktuelle Realität. Das ist eine der schwierigsten Aufgaben. Es ist sehr leicht die aktuelle Realität zu verleugnen, zu minimalisieren oder wegzurationalisieren.

Wir müssen die Realität klar sehen können. Dann können wir in Baby-Schritten nach vorne gehen. Baby-Schritte helfen uns von unserer aktuellen Realität unserer Vision entgegenzugehen. Diese Schritte sind entweder:

  • ein Schritt nach vorn
  • ein Schritt zurück
  • ein Sprung. Wenn wir kontinuierlich weitergehen, dann können diese schönen Situationen passieren, wo sich alles zu fügen scheint.

Beziehungsdynamik in der Haltung des Gestalters

Der Gestalter hat eine ganz besondere Beziehung zu Macht. Es ist nicht die Macht über andere, das ist die Macht eines Täters. Der Gestalter nutzt die Macht zu erschaffen und zu gestalten. Der Gestalter teilt Macht mit anderen. Er sieht andere auch als Gestalter und so wird man zum Mitgestalter.

Die Rollen erscheinen ähnlich dem, was man aus dem Drama-Dreieck kennt, sind aber total anders.

Vom Täter zum Herausforderer

Alle Erfahrungen fordern uns heraus zu wachsen und uns zu entwickeln. Dabei gibt es konstruktive Herausforderer. Sie ermutigen uns zu lernen und zu wachsen. Sie fordern unseren Status Quo heraus. Und es gibt auch dekonstruktive Herausforderer. Sie fordern uns heraus, unsere Erfahrung auseinanderzunehmen, damit wir daraus lernen können. Die schwierigen Zeiten sind die, die den Charakter stark und ganz machen.

Vom Retter zum Coach

Ein Coach sieht, dass er selbst ein Gestalter ist und er sieht auch andere als Gestalter. Der Retter zieht dem Opfer Kraft und verstärkt die Hilflosigkeit. Der Coach lässt die Macht hingegen bei dem Gestalter und will lediglich Fortschritt fördern. Ein Coach gibt dem Gestalter die Möglichkeit Macht zu teilen. Er muss nicht unbedingt ein Profi sein, das kann auch ein Freund sein. Er hilft dem anderen zu wagen zu träumen und zu denken und Fragen zu erkunden.

Anfangen in der Haltung des Gestalters zu leben

Es gibt hier noch viel zu erkunden. Ich empfehle wärmstens, das Buch “The Power of TED (The Empowerment Dynamic)” zu lesen. Es gibt auch ein Arbeitsbuch, das gerade eben mit der Post bei mir eingetroffen ist. Nach dem ersten Durchblättern erscheint es mir sehr hilfreich. Ich werde es einmal durcharbeiten.

Eine andere Sache, die ich vor kurzem begonnen habe, ist jeden Morgen 5-10 Minuten aufzuschreiben, was ich will. Ich merke schon, wie es mir hilft mehr daran zu denken, was ich will, als was ich nicht will. Und das hat eine sehr positive Wirkung auf mein Leben.

Welche Geschichten hast du erlebt, wo man sich als Opfer oder Gestalter erlebt? Ich bin gespannt davon zu hören!

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