Reagierst du noch oder kreiierst du schon?

Wenn wir uns das Leben anschauen, dann sehen wir, dass es zwei grundlegende Lebensmuster gibt. Man kann sich treiben lassen und auf die Anforderungen von außen zu reagieren. Oder man kann sich auf den eigenen Weg machen und entscheiden, worauf man reagieren will und welche neuen Dinge man in die Welt setzen will.

Reaktive Achterbahn

Im reaktiven Modus reagieren wir viel auf Angst und Druck. Wir haben ein Problem und das macht uns Druck. Weil wir diese innere Anspannung verspüren, tun wir etwas. Wir haben begonnen, das Problem zu lösen. Damit sinkt die Anspannung und der Impuls zur Handlung ist weg. Das Problem ist aber noch da – und wird in der Zwischenzeit schlimmer. Dann steigt irgendwann unsere Anspannung wieder und wir tun wieder etwas. Das ist dann wie eine Achterbahn.

Kreative Spannung

Im kreativen Modus kommt die Motivation zur Handlung aus einer anderen Quelle. Es kommt daraus, dass wir uns über zwei Dinge richtig klar werden:

  1. Wo wir wirklich gerade jetzt stehen.
  2. Was wir wirklich wollen.

Wenn wir einen ganz klaren Blick darauf haben, wie es aktuell gerade aussieht und gleichzeitig den klaren Blick darauf haben, was wir wirklich von Herzen wollen, dann kreiert das eine Sogwirkung. Eine kreative Anspannung. Jede Anspannung will aufgelöst werden. Man kann diese Anspannung dann auflösen, indem man seine Ziele aufgibt. Oder indem man seine Herzensvision sich immer wieder klar vor Augen hält und kleine winzige Schritte in die Richtung geht.

Gefährliche Fallen im reaktiven Modus

Im reaktiven Modus versuchen wir die Anspannung zu reduzieren. Das kann passieren, indem wir anfangen etwas an dem Problem zu lösen. Häufig aber fallen wir auch auf unsere “Easy Buttons” herein. Das sind Auswege, die uns für den Moment das Gefühl der Anspannung wegnehmen. Das kennen wir alle. Meist ist es eine Form der Ablenkung. Für den einen ist es Essen, für den anderen ist es das Internet. Es gibt tausende Möglichkeiten.

Eine andere Falle ist es, dass wir nach einem “Retter” suchen. Zum Beispiel einer Person, die endlich unser Problem für uns löst. Das verstärkt dann häufig das Gefühl von einer Reaktivität, einem Ausgeliefertsein.

Wege zum Wandel zum kreativen Modus

Ich denke, der erste Schritt zu einem Wandel ist es die Anspannung zu spüren und zuzulassen. Und dann für Wege zu sorgen, wie wir kontinuierlich gut für uns sorgen können. Ein sehr guter Weg ist Selbst-Mitgefühl link zu post. Diese Praxis, erlaubt es, negative Emotionen zuzulassen, zu spüren und langsam umzuformen.

Kreativer Modus

Im kreativen Modus gibt es natürlich auch noch Anspannung und Angst. Und zwar oft dann, wenn wir uns auf den Weg machen unsere Ziele umzusetzen. Die Antriebskraft ist aber unsere Vision, das was wir wirklich wollen. Diese Spannung zwischen dem, wo wir sind und dem wo wir sein wollen können wir wertschätzen, als die Kraftquelle, die es uns ermöglicht umzusetzen, was wir wollen. Ressourcen wie Coaches sind nicht ein letzter Ausweg, sondern lediglich ein Hilfsmittel von vielen, das wir nutzen können, wenn wir es wollen. Aber wir sind davon nicht abhängig.

Absolute Verantwortung

Die Grundüberzeugung des gestaltenden Menschen ist: Ich bin selbst dafür verantwortlich, das zu schaffen, was ich in meinem Leben will. Ich kann aber auch einen Teil meiner Macht mit anderen teilen. Aus freier Entscheidung heraus, weil ich es möchte und weil ich meine Ziele dann besser erreiche.

Ich entscheide mich, mit welchen Menschen ich zu tun haben möchte und wie ich die Beziehung gestalten möchte. Ich mache andere nicht für mein Leben verantwortlich. Denn damit würde ich die Gestaltungsmacht über mein Leben aus der Hand geben. Ich lasse aber andere an meinem Leben teilhaben, ich teile meine Macht.

In welchen Situationen bist du eher reaktiv, in welchen eher gestaltend? Ich bin gespannt davon zu hören.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*