Die 4 Schritte wie Perspektivenwechsel gelingt

Perspektivenwechsel ist ein Schlüssel der Empathie. Empathie wiederum hilft uns gute Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu pflegen. Wenn sich der andere gehört, gesehen und verbunden fühlt, wird alles leichter.

Die 4 Schritte des Perspektivenwechsels

Im folgenden orientiere ich mich an der erstklassigen Arbeit von Brené Brown. Ihre Kurse und Bücher kann ich wärmstens empfehlen.

  1. Ich nehme die Perspektive des anderen ein. Ich werde der Zuhörer und Schüler, nicht der Wissende.
  2. Ich halte mich vom Bewerten fern.
  3. Ich versuche zu verstehen, welche Emotion mein Gegenüber ausdrückt.
  4. Ich kommuniziere mein Verständnis dieser Emotion.

Wir können unsere eigene Sichtweise nicht ablegen

Was wir in der Welt sehen ist ein Produkt unserer Erfahrungen. Diese Linse können wir nicht ablegen. Es ist nicht wie eine Brille, die wir ablegen können, sondern mehr wie eine Pupille, die fest in unserem Auge ist. Perspektivenwechsel heißt: Ich verstehe, dass das, was ich sehe, meine Sicht der Welt ist, nicht die Sicht der Welt. Perspektivenwechsel heißt, dass wir die einzigartige Weise verstehen, wie wir die Welt sehen.

Werten ist das Gegenteil von Perspektivenwechsel

Es gibt zwei Art und Weisen, wie wir verurteilen:

  1. Wir verurteilen andere in den Bereichen, wo wir selbst am anfälligsten für Scham sind.
  2. Wir verurteilen Menschne, die in diesen Bereichen noch schlechter als wir sind.

In den Bereichen, wo wir viel Selbstwert und Selbstbewusstsein empfinden, verurteilen wir nicht.

Wenn wir nicht in die Falle tappen wollen, andere zu verurteilen, dann müssen wir uns also erst einmal bewusst werden, in welchen Bereichen wir selbst Scham empfinden. Sobald wir unsere eigene Scham kennenlernen, wird es auch leichter mit anderen Menschen.

Emotionen lernen

Bei Empathie geht es darum, dass man eine Verbindung zu der Emotion aufnimmt, die hinter einem Erlebnis oder Ereignis steht. Die Meisten von uns verfügen über ein unzureichendes Vokabular und Verständnis von Emotionen. Wir müssen ungefähr 30 verschiedene Emotionen unterscheiden können um wirklich flüssig und gewandt in Gesprächen über Emotionen zu sein.

Wenn wir nicht ausdrücken können, was in uns passiert, dann können wir nicht hindurchgehen.

Das Ziel des Perspektivenwechsels

Unsere Aufgabe ist es nicht, die Dinge besser zu machen. Unsere Aufgabe ist es eine Verbindung zu dem anderen herzustellen und interessiert an seiner/ihrer Perspektive zu sein. Was zählt ist nicht, perfekt zu sein, sondern aufrichtiges Interesse zu haben.

Was findest du einfach, was findest du schwer beim Perspektivenwechsel? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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