Hindernisse überwinden

Ich habe ausgeschlafen und mich etwas später als geplant auf den Weg nach Manhattan gemacht. Ich gehe zur U-Bahn und sehe, dass ich erst einmal in die andere Richtung fahren muss, weil die Züge in die Innenstadt an dieser Station nicht halten. Also gut, mache ich das. Habe ich gestern auch schon gemacht.

Nicht alles läuft wie geplant

Ich komme an der Station Parkchester an und sehe gegenüber schon die U-Bahn in die Innenstadt. Wunderbar, denke ich mir, das klappt ja wie am Schnürchen. Ich setze mich in die Bahn und warte, dass sie losfährt. Einige Minuten später kommt eine Durchsage in etwas verwaschenem Englisch. Ich verstehe nicht viel, nur dass eine Bahn liegengeblieben ist. Alle steigen aus.

Verwirrung

Ich warte ein paar Minuten und frage schließlich jemanden, wie wir jetzt in die Innenstadt kommen. Er meint, dieser Zug fährt nicht, aber es kommt gleich einer, der fährt. OK. Ich steige in den nächsten Zug ein. Es kommt wieder eine Durchsage, alle steigen aus und keiner weiß mehr, was Sache ist.

Ich bin nur noch genervt

Ich habe keine Lust mehr und entscheide mich nach einem Bus zu suchen. Aber inzwischen bin ich genervt, an dem Schalter stehen eine Menge Leute und ich habe keine Lust mehr zu warten oder irgendjemand zu fragen. Ich habe keine Ahnung wo ich bin, oder wo ich genau hinmuss, aber ich entscheide mich selber zu suchen.

Eine fatale Idee. Aber ich bin frustriert, erst bin ich später los und dann noch das. Nichts klappt heute.

Die Lektion wartet darauf entdeckt zu werden

Währenddessen höre ich mir einen Vortrag von John Maxwell an. Es geht darum, dass Mauern und Hindernisse zum Wachstum dazugehören. Ich brauche eine Weile um das zu verstehen und aus meinem Frust heraus zu kommen. Nach einiger Weile finde ich einen Bus, der zu einer anderen U-Bahn-Linie fährt. Ich habe es doch noch geschafft. Und ich bin immer wieder überrascht, wie in den ganz kleinen alltäglichen Dingen sich große Lektionen entdecken lassen.

Lektion 1: Ich stelle mir den Weg einfacher vor, als er ist.

Das Leben sollte einfach und bequem sein, richtig? Sich ein Ziel vornehmen und dann einfach dahin gehen. Das wäre doch klasse oder. Wenn es dann nicht so ist, dann kommt eine große Frustration.

Lektion 2: Es ist entscheidend wie ich darauf reagiere, wenn eine Mauer kommt.

Ich habe mehr oder weniger zwei Optionen.

  1. Ich kann mich darüber ärgern, dass mein Plan nicht funktioniert. Ich kann mich darüber ärgern, warum ich das Hindernis vorher nicht gesehen habe und keinen Alternativ-Plan gehabt habe. Ich kann mich über das Hindernis beschweren und aufregen.
  2. Oder ich kann das Hindernis annehmen und nach einem Weg darum herum suchen. Weil ich weiß, dass es immer mehrere Wege gibt um zu einem Ziel zu kommen. Es gibt immer eine Antwort.

Lektion 3: Hindernisse sind zu erwarten

Wenn ich schon damit rechne, dass mein Plan nur ein erster Plan war um in Gang zu kommen und dass es unvorhergesehene Hindernisse auf dem Weg geben wird, dann ist es leichter meinen Plan anzupassen. Hindernisse sind immer Teil eines Wachstumsprozesses. Sie gehören dazu. Und wenn wir sie annehmen, dann können schnell eine alternative Lösung finden. Jede Chance bringt Probleme mit sich und jedes Problem bringt Chancen mit sich.

Vor welchem Hindernis stehst du aktuell? Was könnte dir helfen um eine alternative Lösung zu finden? Ich bin gespannt davon zu hören.

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